Schizophren oder was?

Hallo lieber Leser *wink*
seit Ende November bin ich (mit einer 14tägigen Pause) in einer Tagesklinik. Ursprünglich bin ich wegen eines lapidaren Problems dort gelandet und dachte mir ich sitze mal ebend meine 3-4 Wochen ab aber irgendwie ist es dann zu einem Selbstläufer geworden und hat sich hingezogen und hingezogen und jetzt ist noch immer keine Entlassung in Sicht *grummel* Viel schlimmer noch, inzwischen haben die Ärzte meinen Mann so eingelullt, dass sogar er der Meinung ist ich sollte in der Klinik bleiben und Medikamente nehmen.

Vor ungefähr 4 Wochen, Anfang Januar, bekam ich die Diagnose "Schizophrenie" oder besser gesagt der Arzt fand sie *g* gesagt hat er es mir nämlich nicht, aber er hat der Therapeutin die ICD-Nummer genannt, sie hat genickt und fleissig auf ihren Block gekritzelt. Dann folgte eine "Unterhaltung" zur besseren Diagnosestellung und dabei hat sich die Diagnose wohl bestätigt.
An dem Tag bin ich zum ersten Mal seit Wochen wieder ins Internet gegangen und habe die halbe Nacht gegoogelt und gesurft, gelesen und gelernt, nachgedacht und verglichen und tausende von Entschlüssen gefasst und zugleich keinen einzigen.

Ich soll schizophren sein??? *kratzkopf*
Das glauben die doch selbst nicht. Ihre ganzen Krankheitssymptome, an denen sie die Diagnose fest machen, die haben die Medikamente erst hervorgerufen, mit denen ich sofort vollgepumt wurde. Vorher war die Welt noch in Ordnung - naja, dann wäre ich wohl nicht dort gelandet *schulterzuck* aber ich konnte damit gut leben... jetzt nicht mehr.
Dank der Medis bin ich nur noch gereizt/genervt, völlig ungeduldig , total übermüdet und lustlos, ich habe nur noch unger und nehme zu wie sonst nie u.v.m. was vorher nicht so war.

Ich habe die Tabletten jetzt einfach mal abgesetzt und siehe da, auf einmal schaffe ich sogar wieder die Hausarbeit und ins Internet gehe ich ganz offensichtlich auch wieder, außerdem hatte ich jetzt nichtmal nen Schläfchen am Tag und mit Tabs konnte und wollte ich nur noch schlafen *gg* es ist besser so.
Das Problem ist nur, dass mein Mann inzwischen meint ich müsste diese Tabletten nehmen damit es mir besser geht und er versteht einfach nicht, dass die mich erst dazu gebracht haben, dass es mir so schlecht ging.

Was ich da jetzt machen soll weiß ich auch nicht so recht, ich mag ihn nicht belügen und ihm nichts vormachen, dann könnte ich mich auch gleich trennen, nur wie soll ich ihm erklären, dass ich den Chemie-Müll wirklich nicht benötige? Er war schon die ganzen Tage so komisch, auch im Gespräch mit der Therapeutin hatte ich das Gefühl die kann erzählen was sie will er wird ihr alles glauben *kopfschüttel* so kannte ich ihn gar nicht, vorher war er der Einzge der wirklich immer zu mir gehalten hat und plötzlich glaubt er eher den Worten von völlig fremden Leuten...

So ganz übel nehme ich es ihm nicht, ich selbst habe nämlich tatsächlich auch einige Tage an diese Diagnose geglaubt, aber jetzt soll er mal langsam (oder eher schnell) wieder zur Vernunft kommen.

Ja, richtig gelesen - ich selbst dachte auch schon ich wäre wirklich schizophren *lach* aber das ist völlig absurd *kopfschüttel* anfangs hatte ich mich darüber gefreut, dass es eine Diagnose gibt, denn ich dachte dann kann ich richtig behandelt werden und alles ist gut und schön und die TK bald vorbei. Umso mehr ich gelesen hatte umso mehr Symptome fand ich bei mir selbst und das ist doch schon ein Zeichen, das die mir das eingeredet haben und ich mir selbst auch. Jedenfalls möchte ich sowas nicht haben und habe es nicht.............jetzt gerade nicht! *werdrot*
Morgen kann es schon wieder anders aussehen - irgendwie ist das ehrlich gesagt stimmungsabhängig bei mir *Augenroll* ich wünschte ich hätte das wirlich und dann könnten die Ärzte mich behandeln und ich wäre für meine Familie eine geringere Belastung - aber wenn ich davon lese und höre und darüber spreche dann merke ich immerzu wie schlimm eine schizophrene  Psychose ist  und ich merke was für eine schreckliche Belastung ich nicht nur für mich selbst sondern auch für meine Angehörigen bin.

Als ich zum ersten Mal gelesen habe, dass ich schizophren sein soll und was diese Krankheit bedeutet da habe ich gedacht wenn sich das bewahrheitet, dann möchte ich nicht mehr leben - als die Therapeutin es dann endlich sagte (nur weil ich sie direkt darauf angesprochen habe) da hatte ich den ut das mir geolfen werden kann und wird. Aber diese Hoffnung habe ich verloren, denn seit der Diagnosestellung und den neuen Tabletten geht es mir jeden Tag schlechter.
Die Welt war noch in Ordnung, als ich wusste das was ich sehe sehe ich, weil es ist und das was ich höre, das höre ich, weil es zu hören ist. Jetzt frage ich mich bei jedem Geräusch, bei allem was ich erlebe, ob ich eine Wahrnehmungsstörung habe oder ob die Dinge tatsächlich so sind, wie ich sie erlebe - das ist quälend, besonders schlimm finde ich, wenn ich feststellen muß,dass ich mir manche Dinge wirklich nur "einbilde" --- irgendwiekann ich mir gar nichts mehr selbst glauben, ich weiß nichts mehr wirklich, hinterfrage und überprüfe alles was mir möglich ist ohne aufzufallen. "Ohne aufzufallen" ist fast das Wichtigste bei der ganzen Geschichte, ich will ja meine Lieben nicht noch mehr verunsichern und sie sollen nicht gleich denken ich bin total irre oderso.

Jetzt mache ich lauter Fehler, ich kann mich gar nicht mehr konzentrieren, muß das nochmal durchlesen und überarbeiten (Gramatik, Rechtschreibung usw.) vielleicht schreibe ich morgen mehr davon...

17.2.13 17:29

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