Hallo Nny *wink*

Weshalb du keine Kommentare hinterlassen kannst, das weiß ich nicht, geht das vielleicht nur, wenn man eingeloggt ist und selbst einen Blog hat?
Aber es stört mich nicht, wenn du etwas schreiben möchtest kannst du das gerne über die Gästebuch-Funktion machen, es erreicht mich ja auch so.

Das hast du schön ausgedrückt "man sollte zum Experten seiner Krankheit werden" das habe ich in fast jeder Broschüre gelesen, es ist so wichtig die Krankheit zu akzeptieren und zu verstehen - auch um Rückfälle zu vermeiden.
Nach dem letzten Heft bin ich mir jetzt ziemlich sicher, dass die Diagnose stimmt - heute wurde außerdem eine Computertomorafie gemacht, um andere Erkrankungen mit ähnlichen und teilweise gleichen Symptomen auszuschliessen, das war mir wichtig.
Da ich es immer wieder lese und gesagt bekomme wie wichtig Information ist, versuche ich so viel wie möglich darüber zu erfahren, aber oft betrübt es mich auch über die Schizophrenie zu lesen.
So ein Mensch bin ich? Viele Dinge sind mir erst im Gespräch darüber und auch beim Lesen bewusst geworden... das hat mich sehr nachdenklich und traurig, stellenweise sogar recht hoffnungslos gemacht. Das schreibst du ja auch über "Erfahrungsberichte" was mir zeigt, dass du wirklich Erfahrung mit dem Thema hast, sonst könntest du das alles nicht so wissen.
Wenn ich hier mal etwas falsches schreibe darfst du mich gerne verbessern, lieber lasse ich mich kritisieren, als an falsche Dinge zu glauben.

Reiswaffeln soll ich essen? *würg* Wenigstens die mit Schokoüberzug? *schmunzel* Naja, ein bißchen Lebensqualität möchte ich schon noch behalten, denke ich. Ich versuche es erstmal mit gaaaanz viel trinken, noch mehr Sport, der Ernährungsberatung (wird in der Tagesklinik durchgeführt) und Obst/Gemüse für zwischendurch - außerdem evt mit Entwässerungstabletten.
Muß ich dazu den Arzt befragen, wegen der anderen Medikamente, oder kann/darf man die einfach so nehmen?
Aber wahrscheinlich ist das, wie so vieles, nur gewöhnungssache - ja, doch, Reiswaffeln hören sich gut an - die bekamen meine Kids als sie noch klein waren anstelle von Gummibärchen & Co.

Ja, die meisten Schizophrenen landen im Krankenhaus und nicht in der Tagesklinik - die Therapeutin meinte schon mehrmals sie sei sich nicht sicher ob ich schon so weit bin, dass die TK etwas für mich ist...
aber ich gehe auf gar keinen Fall ins Krankenhaus und so bleibe ich halt dort wo ich bin. Es geht,meine schizophrene Psychose ist wohl (glücklicherweise) nicht so stark ausgeprägt.

Ich freu mich darauf bald mal wieder von dir zu hören, grüßle
Die Bloggerin

1 Kommentar 22.2.13 22:47, kommentieren

Schzophrenie - was ist das?

Hallo, heute werde ich auf Nachfrage von Andreas etwas über schizophrene Psychosen schreiben. Nur ganz oberflächlich für den Anfang, in den folgenden Wochen werde ich sicherlich noch näher darauf eingehen.

Kurz gefasst und etwas vereinfacht dargestellt ist Schizophrenie eine Wahrnehmungsstörung, die nicht aus eigener Kraft überwunden werden kann, und bei der die Erkrankten zeitweise nicht zwischen der Realität und ihrer "falschen Wahrnehmung" unterscheiden können. Das heißt das Erleben wird zweigeteilt wahrgenommen - einmal haben schizophrene Menschen die ganz gleiche Wahrnehmung wie andere Menschen auch und gleichzeitig erleben sie die Geschehnisse auf ihre ganz eigene und andere Art.
Die Schizophrenie löst (dadurch) Veränderungen der Gedanken, der Wahrnehmung und des Verhaltens bei den Betroffenen aus.

Oftmals wird unter dieser Erkrankung eine Persönlichkeitsspaltung verstanden, dieses entspricht jedoch nicht den Tatsachen, die Betroffenen haben NICHT das Gefühl noch eine oder mehrere andere Personen zu sein, sondern sie haben gleichzeitig zwei Empfindungen/Gedankenstränge für das was sie sehen, hören, riechen, schmecken... kurz: für das was sie erleben.
Ein Hauptsymptom ist daher oft eine große innere Ambivalenz (Zwiespältigkeit), ein Hin- und Hergerissen sein zwischen so ziemlich allen Dingen die ihnen begegnen. Das kann so stark ausgeprägt sein, dass die Erkrankten nicht mehr in der Lage sind eigene Entscheidungen zu treffen, da sie das Für- und Wider nicht gegeneinander abwägen können, es existiert beides gleichstark nebeneinander. Doch diese Zwiespältigkeit betrifft nicht nur Entscheidungsfragen, sondern wirklich das gesamte Leben: ob einen jmd mag, wie das Essen gelungen ist, wie es einem geht usw.
Man erlebt zwei Dinge gleichzeitig nebeneinander und dabei kann das psychotische Erleben so ausgeprägt sein, dass es von der Wirklichkeit nicht zu unterscheiden ist.

Hier ein Beispiel für eine Situation:
-Jemand fremdes kommt in den Raum, läuft auf einen Menschen mit einer schizophrenen Psychose zu und reicht ihm zum Gruß die Hand.
-Im gesunden Zustand wird der eintreffende Sinnesreiz (Handberührung) z.B. als angenhem wahrgenommen und mit einem Lächeln (evt "willkommen) beantwortet.
 Ist die Reizweiterleitung jedoch zigfach verstärkt (wegen des Dopaminüberschusses) so kann der Sinnesreiz - falsch interpretiert - als bedrohlich empfunden werden und die Person reagiert ängstlich, abweisend und/oder gereizt.
-Kommt es zu mehreren solchen Situationen, wo der Erkrankte Mensch sich z.B. bedroht fühlt, so kann das zu einer Fehleinschätzung der gesamten Lebenssituation führen ("Alle haben etwas gegen mich/wollen mir Böses" usw.)

Hm,ich hoffe ich habe das irgendwie halbwegs verständlich und richtig erklärt!? Bitte entschuldigt wenn dem nicht so ist, ich beschäftige mich ja auch erst seit Kurzem mit diesem Thema.
Gerne dürft ihr weitere Fragen stellen oder mich verbessern wenn ich einen Fehler mache, ebenfalls bin ich zu Diskussionen über das Thema bereit, solange diese sachlich und freundlich geführt werden.

1 Kommentar 22.2.13 22:14, kommentieren

Hallo Andreas,

vielen Dank für dein nettes Feedback *freu*

Gerne werde ich etwas (mehr) über meine Erkrankung schreiben, also darüber, was Schizophrenie ist. Nur schaffe ich das nicht an einem Tag, wenn du magst schaue öfter mal rein, dann wirst du bestimmt nicht enttäuscht werden
 
Deinen Blog habe ich mir (wie du bei mir) wegen der Blog-Überschrift ebenfalls schon angesehen, viele Schizophrenie-Patienten leiden auch unter Depressionen bzw depressiven Schüben "traurigundmüde" ist mir ein Begriff, weswegen mich interessierte, was sich hinter diesem Titel versteckt.

Danke, dass ich sympatisch "rüber komme" - offen und klar wirke ich jetzt gerade, aber leider geht es auch immer mal wieder ganz anders, dann bin ich nur sehr schwer zu verstehen, sowohl inhaltlich, wie auch grammatikalisch bzw die Rechtschreibung betreffend - ich versuche (wenn ich das denn merke) nicht zu schreiben und wenn ich schreibe lese ich es mir immer noch etliche Male durch und ändere ständig etwas, ehe ich mich zwinge auf "Bloggen" zu klicken...

Momentan bin ich mir darüber im Klaren, dass es auch Kommentare a la "Du spinnst doch" oder noch unfreundlicher geben kann und es ist in Ordnung, aber ich fürchte wenn sie kommen, dann werde ich ganz schön zu knabbern haben, denn ich denke oftmals alle Welt habe sich gegen mich verschworen und jeder ist böse - außer mir natürlich. Zuletzt war ich sehr verzweifelt, weil sogar mein Mann sich gegen mich gewandt (und mit den Ärzten zusammengetan) hatte - was natürlich absoluter Blödsinn war *AugenRoll* Die Tabletten scheinen langsam zu wirken und es geht mir etwas besser - aber "klare" Momente waren immer da, zwischendurch *schulterzuck* *gg*
Ich hoffe die netten Kommentare werden überwiegen und mich immer wieder ein wenig "aufbauen" wenn ich dabei bin zu "fallen".
Daher Danke für deine Worte.

LG
Die Bloggerin

1 Kommentar 22.2.13 21:51, kommentieren

Guten Morgen :)

Heute dachte ich mir ich werde mal gleich morgens etwas schreiben, es heißt doch so schön "Schreiben befreit" *lach*
Eigentlich habe ich gar keine Zeit dafür, muß geich meine Kinder wecken und für Schule und Kindergarten fertig achen, außerde noch Obst/Gemüse einpacken... aber das wird schon klappen.

Ich habe mal wieder überhaupt keine Lust in die Tagesklinik zu fahren, aber wie immer an solchen Tagen werde ich mich dorthin schleppen Das wird wieder ein furchtbarer Tag werden, wir  werden immernoch einen Ersatzplan haben, weil es ja gerade eine Kündigung, viele Krankheitsfälle  und Urlaubszeiten (alles beim Personal) und eine neue Anstellung gab. Das heißt dann wahrscheinlich wieder der gesamte Plan wird anders sein und wir werden viel nur rumsitzen. *AugenRoll* keine Lust!

1 Kommentar 22.2.13 06:00, kommentieren

Die erste Reaktion auf diesen Blog...

...erfolgte heute Abend in Form eines Gästebuch-Eintrags, von Nny.
Ich bin etwas durcheinander, habe nicht damit gerechnet, dass hier irgendjemand etwas schreibt und erst recht nicht so freundlich und hilfreich. *staun*
Ich möchte gerne dazu etwas erwiedern, habe massenhaft im Kopf, was ich dir schreiben möchte und gleichzeitig hab ich keine Ahnung, was ich schreiben soll, darf, kann und will.
Wie soll ich anfangen, ist es dir überhaupt recht? Aber das ist ja mein Blog - also ist egal ob du eine Antwort erwartest oder nicht  *gg* dennoch weiß ich nicht so recht, will dich nicht verprellen, freue mich ja doch irgendwie über deinen Eintrag.
Du kannst ja entscheiden ob du weiter hier liest oder nicht... dann frage ich mich, ob mich jmd veräppeln möchte, das ist ja alles anonym und vielleicht bist du gar nicht krank und erlaubst dir einen Scherz mit mir?! Aber es hört sich nicht danach an, ich schätze du hast ehrlich geschrieben was du erlebt hast und denkst und hoffe ich irre mich nicht dabei.
Ach, entschuldige bitte diese Worte, irgendwie bin ich ein sehr mißtrauischer Mensch, doch das müsste dir ja bekannt vorkommen - irgendwie...

Hallo Nny,
vielen Dank für deine lieben Worte.

Meine Unsicherheit bezüglich der Tabletten hast du durchaus richtig heraus gelesen, ich weiß nicht einmal ob ich wirklich Tabletten brauche, ob die Diagnose stimmt und wenn ja ob es das richtige Medikament ist. Aber die Ärzte und Therapeuten meinen dazu immer nur das sei typisch für diese Erkrankung, dass der Patient/Betroffene erstmal ablehnend reagiert.
Sie haben mich aufgeklärt, über die Wirkungsweise vom Risperdal, und überall steht es ja auch:Die Medikamenteneinnahme ist die Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung! Ohne scheint es nicht zu gehen - nun, daher habe ich ja beschlossen die Medikamente jetzt wirklich regelmäßig zu nehmen, was mir seit Montag bisher jeden Tag gelungen ist - trotz etlicher Zweifel. Sie meinten solche Medikamente wirken früstens nach 4-6 Wochen, dann muß man sehen wie die richtige Dosierung ist und ob es sich wirklich um das richtige Präparat handelt *grübel* das passt ja (fast) zu dem was du schreibst.

Das Buch werde ich mir wahrscheinlich wirklich mal zulegen, oft fällt es mir schwer zu lesen, aber ich lese gerne und daher nehme ich es in Kauf eine Seite mehrmals zu lesen, wenn ich mich nicht konzentrieren kann. Bisher habe ich nur Informations-Hefte und Broschüren von der Tagesklinik bekommen; hatte allerdings schon überlegt mir ein Buch zu kaufen. Da dachte ich eher so an einen Bericht von einem/r Betroffenen, das von dir empfohlene hört sich mehr nach Aufklärung und Information über die Krankheit an - aber das soll ja wohl gut sein und helfen.

Zum Thema Gewicht könte ich nur heulen - seit der zweiten Einnahmewoche (obwohl da ja noch unregelmäßig) nehme ich 1 kg pro Woche zu, obwohl ich vermehrt Sport mache und versuche nur gesundes zwischendurch zu essen, aber dieser ständige Hunger und die Heißhungerattacken machen mich verrückt. ich bin nicht gerade die Bohnenstange und brauche keine zusätzlichen Kilos   Das man viel trinken muß, das weiß ich schon, sonst bringt keine Diät etwas, aber das mit den Entwässerungstabletten werde ich wirklich mal versuchen. Meist esse ich zwischendurch Äpfel - meinst du das ist o.k.?

Vielen Dank für deine liebe Nachricht - du hast mir sehr geholfen, alleine das Wissen das ich (doch) nicht alleine bin mit diesem "Problem" tut gut.
Denn in der TK gibt es niemanden der so ist und es war wohl nur selten wer dort, mit einer schizophrenen Psychose.

Liebe Grüsse und alles Gute an dich!

 

21.2.13 22:34, kommentieren

Soziale Kontakte...

...habe ich so gut wie gar keine.

Heute fragte mich die Schwester H. ob die Tabletten schon wirken, ob ich mich z.B. schon mehr mit anderen treffe, mal jmd einlade oder mit jmd bzw zu jmd weggehe ???
Ganz klare Antwort: Nein!
Allerdings kann ich es auch gar nicht wissen ob die Tabletten in dieser Hinsicht wirken, denn um mich mit jmd zu treffen müsste ich erstmal jmd zum Treffen kennen. *werdrot* Es gibt niemand mit dem ich mich treffen kann oder den ich einladen könnte oderso...
Also beschloss ich kurzfristig jmd aus der Tagesklinik zu fragen, da ist eine Mitpatientin, die 4 Kinder in fast dem selben Alter hat, wie meine Kinder sind und die sprach ich kurzerhand an. "Kurzerhand" ist leicht gesagt, ich habe rund 20 Minuten überlegt wie ich es sagen kann und was überhaupt und wann wir uns wozu treffen sollen. Dann habe ich meine Ängste überwinden müssen und habe noch ewig dagegen angekämft was ich machen soll, wenn sie "nein" sagt.... aber letztendlich habe ich es geschafft:
 am 2.März entweder für den Erdbeer-Hof oder für den Indoor-Spielplatz, je nach Wetter. 
Ergebnis: Sie fragt mal ihren Partner ob er Lust/Zeit hat und sagt es mir dann.

Oh man, jetzt bin ich echt kribbelig, hoffentlich meint sie das auch ernst und tut nicht nur so als wolle sie sich treffen und falls es klappt und wir gemeinsam weggehen, hoffentlich klappt dort dann auch alles gut und wir verstehen uns  halbwegs. *DaumenDrück*
Vor allem hoffe ich sie sagt es mir gleich morgen ob sie mitkommen werden,damit kann ich besser umgehen, als wenn ich jetzt jeden Tag bange was nun ist.

Die Therapeutin meinte das zeige einen eindeutigen Fortschritt, anfangs habe ich ja mit niemandem gesprochen, jetzt habe ich mich sogar (halbwegs) verabredet - aber ich hätte es am liebsten schon dreimal wieder rückgängig gemacht....

21.2.13 20:20, kommentieren

Hallo *wink*

Mensch habe ich gerade einen Schreck bekommen, ich dachte es wäre alles weg, was ich gestern geschrieben hatte und fragte mich schon, ob ich überhaupt wirklich geschrieben hatte *werdrot*
aber zum Glück hatte ich "nur" vergessen den Beitrag zu aktivieren - ist doch gar nicht sooo kinderleicht zu bloggen, wenn man das noch nie erklärt bekommen hat.

Heute war der Tag wieder sehr anstrengend, mit vielen Tiefs gespickt. 4 Personen fragten mich, ob ich jetzt auch wirklich die Medis nehme und ich wurde schon leicht agressiv, konnte mich aber sofort wieder fangen, als ich es merkte. Eigentlich haben sie ja alle recht und ich meinte dann auch sie sollte ruhig noch öfter fragen, weil das wie ein kleiner Schubser in die richtige Richtung ist. Ja, in die richtige Richtung! Nachdemich michheute mit einer Broschüre zum Thema Schizohrenie beschäftigt habe, muß ich wohl oder übel zugeben, dass fast alle Syptom-Gruppenauf michpassen - genauer gesagt auf 5 Gruppen treffe ich zu und lediglich bei einer gibt es bei mir nichts an zutreffneden Syptomen. Andererseits könnte das ja wirklich durch die falsche Medikamentation ausgelöst worden sein, oder?
Ach,ich weiß nicht so recht... ich fürchte das meiste traf schon vor der Tagesklinik auf mich zu *grummel*

Ich hätte jetzt schon Lust mehr darüber zu schreiben, aber ich bin völlig k.o.und werde jetzt versuchen zu schlafen, falls ich heute Nacht wieder wach sein sollte schreibe ich mehr zu den Symptomen, ansonsten morgen.

Gute Nacht, bis dann. 

19.2.13 20:26, kommentieren

Ein kleines bißchen Einsicht...

...in "meine Krankheit" habe ich heute "bekommen".

Gespräche mit der Schwester, der Sozialarbeiterin und der Therapeutin, sowie einer Mitpatientin haben mich dahin geführt, dass ich doch einmal ernsthaft versuchen werde wie es mir mit den Tabletten geht - sollte es mir schlechter gehen kann ich sie ja jederzeit wieder absetzen. Also werde ich es doch noch einmal versuchen und sie diesmal auch wirklich regelmäßig nehmen, oder zumindest nicht absichtlich "vergessen".

Dann habe ich wieder ziemlich viel Informations-Material über schizophrene Psychosen mitbekommen, das werde ich mir nach und nach anschauen bzw durchlesen. Heute in der TK habe ich schon damit angefangen,jetzt werde ich noch ein wenig lesen und mir Notizen machen, bevor ich ins Bett  gehe.

 Gute Nacht

18.2.13 20:05, kommentieren

Schizophren oder was?

Hallo lieber Leser *wink*
seit Ende November bin ich (mit einer 14tägigen Pause) in einer Tagesklinik. Ursprünglich bin ich wegen eines lapidaren Problems dort gelandet und dachte mir ich sitze mal ebend meine 3-4 Wochen ab aber irgendwie ist es dann zu einem Selbstläufer geworden und hat sich hingezogen und hingezogen und jetzt ist noch immer keine Entlassung in Sicht *grummel* Viel schlimmer noch, inzwischen haben die Ärzte meinen Mann so eingelullt, dass sogar er der Meinung ist ich sollte in der Klinik bleiben und Medikamente nehmen.

Vor ungefähr 4 Wochen, Anfang Januar, bekam ich die Diagnose "Schizophrenie" oder besser gesagt der Arzt fand sie *g* gesagt hat er es mir nämlich nicht, aber er hat der Therapeutin die ICD-Nummer genannt, sie hat genickt und fleissig auf ihren Block gekritzelt. Dann folgte eine "Unterhaltung" zur besseren Diagnosestellung und dabei hat sich die Diagnose wohl bestätigt.
An dem Tag bin ich zum ersten Mal seit Wochen wieder ins Internet gegangen und habe die halbe Nacht gegoogelt und gesurft, gelesen und gelernt, nachgedacht und verglichen und tausende von Entschlüssen gefasst und zugleich keinen einzigen.

Ich soll schizophren sein??? *kratzkopf*
Das glauben die doch selbst nicht. Ihre ganzen Krankheitssymptome, an denen sie die Diagnose fest machen, die haben die Medikamente erst hervorgerufen, mit denen ich sofort vollgepumt wurde. Vorher war die Welt noch in Ordnung - naja, dann wäre ich wohl nicht dort gelandet *schulterzuck* aber ich konnte damit gut leben... jetzt nicht mehr.
Dank der Medis bin ich nur noch gereizt/genervt, völlig ungeduldig , total übermüdet und lustlos, ich habe nur noch unger und nehme zu wie sonst nie u.v.m. was vorher nicht so war.

Ich habe die Tabletten jetzt einfach mal abgesetzt und siehe da, auf einmal schaffe ich sogar wieder die Hausarbeit und ins Internet gehe ich ganz offensichtlich auch wieder, außerdem hatte ich jetzt nichtmal nen Schläfchen am Tag und mit Tabs konnte und wollte ich nur noch schlafen *gg* es ist besser so.
Das Problem ist nur, dass mein Mann inzwischen meint ich müsste diese Tabletten nehmen damit es mir besser geht und er versteht einfach nicht, dass die mich erst dazu gebracht haben, dass es mir so schlecht ging.

Was ich da jetzt machen soll weiß ich auch nicht so recht, ich mag ihn nicht belügen und ihm nichts vormachen, dann könnte ich mich auch gleich trennen, nur wie soll ich ihm erklären, dass ich den Chemie-Müll wirklich nicht benötige? Er war schon die ganzen Tage so komisch, auch im Gespräch mit der Therapeutin hatte ich das Gefühl die kann erzählen was sie will er wird ihr alles glauben *kopfschüttel* so kannte ich ihn gar nicht, vorher war er der Einzge der wirklich immer zu mir gehalten hat und plötzlich glaubt er eher den Worten von völlig fremden Leuten...

So ganz übel nehme ich es ihm nicht, ich selbst habe nämlich tatsächlich auch einige Tage an diese Diagnose geglaubt, aber jetzt soll er mal langsam (oder eher schnell) wieder zur Vernunft kommen.

Ja, richtig gelesen - ich selbst dachte auch schon ich wäre wirklich schizophren *lach* aber das ist völlig absurd *kopfschüttel* anfangs hatte ich mich darüber gefreut, dass es eine Diagnose gibt, denn ich dachte dann kann ich richtig behandelt werden und alles ist gut und schön und die TK bald vorbei. Umso mehr ich gelesen hatte umso mehr Symptome fand ich bei mir selbst und das ist doch schon ein Zeichen, das die mir das eingeredet haben und ich mir selbst auch. Jedenfalls möchte ich sowas nicht haben und habe es nicht.............jetzt gerade nicht! *werdrot*
Morgen kann es schon wieder anders aussehen - irgendwie ist das ehrlich gesagt stimmungsabhängig bei mir *Augenroll* ich wünschte ich hätte das wirlich und dann könnten die Ärzte mich behandeln und ich wäre für meine Familie eine geringere Belastung - aber wenn ich davon lese und höre und darüber spreche dann merke ich immerzu wie schlimm eine schizophrene  Psychose ist  und ich merke was für eine schreckliche Belastung ich nicht nur für mich selbst sondern auch für meine Angehörigen bin.

Als ich zum ersten Mal gelesen habe, dass ich schizophren sein soll und was diese Krankheit bedeutet da habe ich gedacht wenn sich das bewahrheitet, dann möchte ich nicht mehr leben - als die Therapeutin es dann endlich sagte (nur weil ich sie direkt darauf angesprochen habe) da hatte ich den ut das mir geolfen werden kann und wird. Aber diese Hoffnung habe ich verloren, denn seit der Diagnosestellung und den neuen Tabletten geht es mir jeden Tag schlechter.
Die Welt war noch in Ordnung, als ich wusste das was ich sehe sehe ich, weil es ist und das was ich höre, das höre ich, weil es zu hören ist. Jetzt frage ich mich bei jedem Geräusch, bei allem was ich erlebe, ob ich eine Wahrnehmungsstörung habe oder ob die Dinge tatsächlich so sind, wie ich sie erlebe - das ist quälend, besonders schlimm finde ich, wenn ich feststellen muß,dass ich mir manche Dinge wirklich nur "einbilde" --- irgendwiekann ich mir gar nichts mehr selbst glauben, ich weiß nichts mehr wirklich, hinterfrage und überprüfe alles was mir möglich ist ohne aufzufallen. "Ohne aufzufallen" ist fast das Wichtigste bei der ganzen Geschichte, ich will ja meine Lieben nicht noch mehr verunsichern und sie sollen nicht gleich denken ich bin total irre oderso.

Jetzt mache ich lauter Fehler, ich kann mich gar nicht mehr konzentrieren, muß das nochmal durchlesen und überarbeiten (Gramatik, Rechtschreibung usw.) vielleicht schreibe ich morgen mehr davon...

17.2.13 17:29, kommentieren