Mir geht´s gar nicht gut...

...die letzte Woche war verdammt anstrengend und so ging es gleich gestern weiter.
Mit meinen Kindern war ich im Puppentheater, dann mit der Tagesklinik im Museum und "Kuchen essen" beim Bäcker, dann hatte meine Tochter geburtstag und am Wochenende haben wir gefeiert, von 10-18Uhr auf einem Indoor-Spielplatz. Das war alles so anstrengend, vor alem die Erkenntnis, das sich nichts geändert hat. Alle haben gesagt es würde mir bald besser gehen, ich müsste nur in die TK gehen - und nichts war bzw ist besser . Es ging mir genauso wie vor der TK, obwohl ich nun schon so lange dort bin. Jeden Tag schleppe ich mich hin und mache so viel wie möglich, meist alles, mit, ich habe es inzwischen geschafft mich der Therapeutin zu öffnen, ich sage auch "etwas" bei den Gruppen-Therapien ---- dennoch hat sich gar nichts geändert.

Mit meinem Mann habe ich nur noch Stress, gestern war er in der Tagesklinik und hat nur Müll erzählt, als er mit der Schwester sprach - manchmal frage ich mich wirklich, ob der mir was gutes will oder eher das Gegenteil davon!?
Und seitdem er jetzt auch so eine Broschüre über Schizophrenie gelesen hatte, seitdem meint er jetzt es hört sich so an als hätte ich das wirklich. Heißt das ich bin wirklich schizophren?
Einerseits wäre das ja gut, eine richtige und sichere Diagnose bedeutet schliesslich Hilfe zu bekommen, aber was ist wenn die Diagnose gar nicht stimmt?

Dann macht mich das ganz fertig, mit der Depot-Spritze. Erst sollte ich sie am Freitag bekommen, dann gestern früh und jetzt erst heute Nachmittag. Wenn ich das nur schon hinter mir hätte, um so länger ich drüber nachdenke, umso lieber würde ich sie verweigern. ich habe keine Ahnung wie das Medikament wirkt, was es bewirkt und ich kann nicht mehr zurück, wenn es erstmal drin ist, in mir. Wenn mein Mann nicht wollte, dass ich es nehme, dann hätte ich schon einen Rückzieher gemacht und mich auch schon aus der Tagesklinik entlassen lassen.

Heute habe ich auch noch ein Elterngespräch in der Schule und eigentlich auch noch einen Elternabend - eigentlich weil ich ihn abgesagt habe - da habe ich auch schon Bauchweh.

Ich weiß gar nichts mehr, was ich machen soll... alle wollen mich ändern, ich soll "normal" werden und es soll mir "besser" gehen, aber das hieß es schon von der Tagesklinik und seitdem ich dort bin geht es mir nur immerzu schlechter. Vorher war alles einfachr und ruhiger und besser. Was wird die Spritze verändern, und wieso soll ich mich überhaupt plötzich ändern. Dinge die mein Mann früher gut an mir fand, die hält er plötzlich für Krankhaft und die müssen behandelt werden *kopfschüttel* dann hätte er sich halt ne andere Frau suchen müssen.
Vielleicht sollte ich mich trennen, bevor ich völlig umgekrempelt werde oder bevor er mich noch einweisen lässt und ich weggesperrt werde - dann ist er mich wirklich los...

2 Kommentare 5.3.13 04:41, kommentieren

Schei***

Ich habe so einen langen Blog-Artikel geschrieben und jetzt ist alles weg ohne gesendet worden zu sein, nur weil mein Internet irgendwie nicht so stabil ist.

Das ist doch echt Mist!

Ich habe hier stundenlang mein Herz ausgeschüttet wie blöde das alles ist, in der Tagesklinik und was so passiert ist bei der letzten Visite und jetzt ist alles weg... nein, nochmal schreiben geht nicht, es würde nie so werden, wie der erste Bericht.

Heute werde ich jedenfalls fragen ob ich rausfliege, wenn ich die Spritzen verweigere oder/und ob sie dann das Jugendamt informieren, dass ich mich nicht um meine Kinder kümmern kann oder darf. Es ist natürlich nicht so, den Kindern geht es super, auch war gestern ein schöner Tag, ich war sehr erschöpft aber die Kleine war richtig super glücklich und alle sindgut versorgt,sonst hätten Kindergarten oder Schule schondas Amt inforiert... ich weiß esist alles o.k. mitmeinen Kids, aber ich weiß nicht was die Ärzte daraus machen können,wenn ihnen nicht gefällt, wenn ich die Spritzen verweigere.

Was soll ich jetzt nur machen? Ich weiß gar nicht weiter, ich hätte mich nie auf die Tagesklinik einlassen sollen, mit 5 Kindern, einem riesigen Haus mit noch größerem Garten, die Tiere, mein Mann - vielleicht war ich ein wneig "ausgebrannt" und brauchte etwas Entlastung oder Ruhe für eine kleine Zeit, aber stattdessen habe ich eine solche Diagnose aufgedrückt bekommen: Schizophrenie - Ich bin doch nicht schizophren! *kopfschüttel*  Der Arzt und die Therapeutin hatten mir beide versichert, dass es mir besser geht, wenn ich die Tabletten nehme und ich frage mich inwischen wer entscheidet, was "besser" ist. Die ihr "besser" muß noch lange nicht meins sein. Und doch soll ich so werden, wie die es für richtig halten, dabei brauchte ich vielleicht nur eine kleine Auszeit...

Die Tabletten zu nehmen war ich einverstanden, weil ich sie ja jederzeit hätte absetzen können,wenn es mir schlechter geht oder wenn es mir nichts bringt, aber mit den Depot-Spritzen bin ich völlig ausgeliefert. Ich kann dann gar nichts mehr entscheiden. Und sie verweigern kann ich ja auch nicht, wäre ich bloß nie in die TK gegangen!
Doch das bringt mich jetzt auch alles nicht weiter, ich muß mir überlegen was ich nur tun kann.

Ich weiß gar nicht mehr weiter...

 

1 Kommentar 28.2.13 05:27, kommentieren

Wir feiern heute Geburtstag

Heute hat meine Tochter Geburtstag, sie wird 4 Jahre alt.

Eigentlich freute ich mich auf diesen Tag aber irgendwie habe ich deswegen nur Stress und Arbeit und außerdem ist bisher heute alles schief gegangen...

Seit 3 Uhr ungefähr stehe ich in der Küche, ich habe Kuchen gebacken und Muffins und 30 Brote belegt/geschmiert. Mein Kuchen ist noch nie mißlungen, aber heute - zum ersten Mal. In der ganzen Aufregung habe ich zu früh den Ofen ausgemacht, der Kuchen war noch voll klitschig innen drin, Teig pur, in der Mitte, alles ist eingefallen, was so schön aufgegangen war. Jetzt habe ich einfach nochmal den Ofen angemacht und nun ist er total braun, abe rimmerhin durch.
Bevor ich die Kinder wecke muß ich noch den Obst- und Gemüseteller fertig machen, außerdem möchte ich den Kuchen noch verzieren, aber mir fehlt der Antrieb Ich sitze hier rum, ärgere mich über den Kuchen, bin am Morgen schon völlig erschöpft - am liebsten würde ich mich ins Bett legen und heute einfach verschlafen, so mit Decke überm Kopf...
Nein, nicht der Schlafmangel ist schuld,irgendwie bin ich meistens um die Zeit eh schon wach - aber diese Woche, obwohl erst zwei Tage vorüber sind, ist einfach zu viel für mich.

Früher hatte ich viel mehr Antrieb und auch Lust, heute bin ich von so nem bißchen völlig im Eimer, das war ja der Grund weshalb ich mit der Tagesklinik einverstanden war, weil irgendetwas mit mir nicht stimmt. jedes Jahr das Selbe Tara am geburtstag, aber noch nie hat mich das soerledigt wie jetzt - und anstatt weiter zu machen stehe ich nun am PC *AugenVerdreh* ich habe einfach keine Lust *schulterzuck* aberfür meine kleine Prinzessin ist das sooooo wichtig, also werde ich mich da durch kämpfen und nun weiter machen.

Heute Nachmittag bekommt sie ihre Geschenke, die habe ich nichtmal alle verpackt, wann ich das machen soll weiß ich auch nicht, ich bin ja in der TK, bis dahin. Ich habe ihr schöne Geschenke besorgt,und auch von den Geschwistern und von ihrer Patin bekommt sie etwas sehr schönes  - obwohl ich das eigentlich weiß habe ich doch Sorge, dass sie unzufrieden ist und sich nicht freut oder das der Herzenswunsch fehlt. Ach ich weiß auch nicht so recht, wo das Problem ist....

Die letzten zwei Tage waren so schrecklich und ich fühle mich einfach nur total erschöpft, ich möchte nicht mehr. Ich will icht in die Tagesklinik und keine sinnlosen Gespräche mehr haben und ich benötige auch keine Medikamente die eh nicht helfen - das Einzige was wirklich half war das Targin, und das wird ja jetzt ausgeschlichen. Toll! Zum ersten Mal seit Jahren bin ich zeitweise schmerzfrei gewesen und genau das Medikament darf ich nicht weiter nehmen - wie soll man da fröhlich und motiviert bleiben?

Was für ein Scheiß. Drückt mir die Daumen, dass nichtnoch mehr Mist passiert, heute.

Gruß,
Die Bloggerin

1 Kommentar 27.2.13 05:26, kommentieren

@Andreas

Hallo Andreas,
ich beantworte dir hier mal deine Kommentare, für die ich dir gleichzeitig danke, du schreibst sehr nett.

Das Thema mit den Halluzinationen werde ich ganz bestimmt mal im Blog aufgreifen, es beschäftigt und belastet mich sehr. Ich merke es nicht wirklich, wenn ich eine solche  Wahrnehmungsstörung habe, aber da diese sich meist gleich oder zumindest ähnlich darstellen/abspielen kann ich lernen was nicht real ist. Allerdings ist dabei auch immer die Gefahr, dass es doch mal in echt passiert und von mir nicht für voll genommen wird.
Doch, wie gesagt, dazu werde ich im Blog sicherlich noch mehr schreiben.

Es ist dir gelungen, mir Mut zum weiterschreiben zu machen, schliesslich hatte ich anfangs gedacht es würde niemand meinen Blog lesen oder gar etwas dazu äußern und dann gleich zwei so nette Schreiber wie du und Nny *freu* das motiviertweiter zu machen. Danke!

Die Idee mit dem Handy als Erinnerungsstütze für die Tabletteneinnahme ist gut. Selbiges empfahl mir schon eine Mitpatientin. Da ich jedoch so gut wie nie ans Telefon gehe(n möchte) und mir mit meinem Mann ein Telefon (mit Homezone) teile, dadurch klappt das  leider auch nicht. Ein paar Tage hatte ich es versucht, aber ich habe das Telefon einfach meist nicht bei mir, da ist auch die Gefahr wenn es klingelt rangehen zu müssen - das möchte ich nicht. Und dann lies ich es auch ausversehen ständig irgendwo liegen und musste es dann suchen *kopfschüttel* das Wochenende hatte mir gereicht, als "Test" ob´s funktioniert. Geht leider nicht.

Ich habe mich entscheiden hier, mitten im Blog, auf Kommentare zu antworten, weil ich so begonnen hatte. Wens stört, der braucht ja keinen Kommentar zu hinterlassen bzw nicht weiter den Blog zu lesen...

LG
Die Bloggerin

1 Kommentar 26.2.13 20:45, kommentieren

@Nny

Hallo Nny,
ich habe mir das überlegt, mit den Reiswaffeln, das ist eine gute Idee und versuchen kann ich es ja mal - werde mir gleich morgen welche kaufen lassen und es damit probieren.

Zu den Entwässerungskapseln habe ich schon etwas in einem früheren Blog-Eintrag geschrieben. Morgen frage ich die Ärztin danach.

Was das Krankenhaus betrifft, habe ich von Anfang an gesagt das kommt nicht in Frage *kopfschüttel* selbst wenn ich dazu bereit wäre, so würde es organisatorisch gar nicht gehen (wegen meiner Kinder und dem Haushalt und allem). Aber wenn die das nur mit der Medikamenteinnahme "begründen" dann habe ich schlechte Karten - habe in der kurzen Zeit schon einmal abgesetzt und keine mehr nehmen wollen und wenn ich zur Einnahme bereit bin, dann vergesse ich es ständig...

In deinen Blog habe ich rein geschaut, habe auch einen Kommentar hinterlassen. Nicht wundern, der sollte eigentlich an eine andere Stelle und überhaupt wäre ein Gästebuch-Eintrag sinnvoller/logischer gewesen --- naja, egal, ich werde immer wieder gucken kommen was so los ist bei dir, auch wenn ich vielleicht nix mehr oder nicht so viel dort schreibe. Danke dafür, dass du die "Adresse" hinterlassen hast.

LG
Die Bloggerin

24.2.13 21:49, kommentieren

Eine regelmäßige Medikamenteneinnahme...

...scheint mir wirklich nicht möglich zu sein

Dieses Wochenende habe ich es wieder zweimal nicht geschafft die Tabletten einzunehmen, habe einfach nicht daran gedacht *TraurigGuck*  ich versuche es wirklich, habe es mir doch am Montag so fest vorgenommen, aber es klappt einfach nicht...

Die Therapeutin meinte schon ich sollte später Spritzen bekommen, die wirken dann langfristig - aber erst muß halt geklärt werden, welches Medikament und welche Dosis richtig ist , nur so wird das nie funktionieren, habe ich das Gefühl.
Wir haben im letzten Gespräch darüber gesprochen, dass ich diese Tabletten immer "vergesse", das schreibe ich in Anführungszeichen, weil ich das wohl unterbewusst absichtlich mache - so die "Idee" der Therapeutin.  Aber das stimmt nicht, ich habe mich wirklich bemüht immer daran zu denken, aber es hat einfach nicht geklappt, morgen fragen sie bestimmt wieder nach. Mein Mann will jetzt einen Medikamentenplan, damit er zu Hause darauf achten kann.
Ich komme mir vor wie ein kleines Mädchen - kein schönes Gefühl...

1 Kommentar 24.2.13 21:27, kommentieren

Bloggen - ganz einfach?

Ich dachte mir so einen Blog zu schreiben ist das einfachste von der Welt:
Schreiben was einem durch den Kopf geht, was man erlebt und gemacht hat  - und fertig! Ein Tagebuch quasi, das alle lesen können und das zugleich doch vor anderen Augen sicher ist (durch die Anonymität und weil es ja massenhaft gibt).

Also hatte ich nicht lange gefackelt und einfach einen Blog begonnen, doch schnell merk(t)e ich, dass es doch nicht alles so einfach ist.
Ständig überlege ich nun was ich wie schreiben kann/soll/will, ich möchte auch irgendwie ein bißchen verstanden werden und nicht nur Kauderwelsch von mir geben. Möchte niemanden beleidigen oder verletzten, mit meinen Worten, niemand soll sich angegriffen oder gedemütigt fühlen, außerdem soll (falls sich doch jmd den ich kenne hierher verirrt) niemand erkennen wer ich im "wirklichen" Leben bin usw... es gibt doch einiges was sich von einem üblichen Tagebuch unterscheidet.
Auch frage ich mich ob ich Kommentare (mit denen ich nicht gerechnet hatte) besser als Kommentar darauf beantworte oder direkt im Blog. Genauso auf Gästebuch-Einträge, schreibt man da selbst einen Eintrag ins Gästebuch oder eher direkt im Blog? Hat beides sein Für und Wider und so richtig weiß ich jetzt gar nicht mehr wie ich das handhaben soll. Muß ich mir irgendwie überlegen, dann schreibe ich dir auch eine Antwort Nny, versprochen.

Dann habe ich heute früh zum zweiten Mal einen anderen Blog gelesen bzw dort "reingeschnuppert" und ich wollte einen Kommentar hinterlassen, was erst gar nicht ging und dann an der falschen Stelle platziert war - man wie peinlich! *werdrot* kann man zu sowas auch zu blöd sein???

Jetzt überlege ich schon wieder, ob ich das ganze mit dem Blog lieber bleiben lasse... aber mein Tagebuch könnte ja jmd lesen, also blogge ich doch lieber erstmal weiter.

1 Kommentar 24.2.13 10:01, kommentieren

Gewichtszunahme...

...lautet seit 2 Wochen das Wort, das mich beschäftigt.

Seitdem ich die Tabletten gegen die schizophrene Psychose halbwegs regelmäßig nehme, nehme ich jede Woche ein Kilo zu.
Nun gehöre ich nicht gerade zu den Bohnenstangen unter den Menschen und kostverachtend bin ich auch nicht zu nennen, daher würden mir eher ein paar Kilos weniger gut stehen, anstatt mehr. Doch dank der Tabletten habe ich fast nur noch Hunger und ich habe auch manchmal richtige Heißhungerattacken, da esse ich und esse und finde einfach nicht das Richtige, was meinen Hunger stillt 

Seitdem stehe ich zusätzlich 5 Tage die Woche für eine Stunde auf einem Laufband und da gehe ich auch nicht, sondern laufe. Ich habe als Einstellung 4,5 km/h und eine Einstellung von 8 % Steigung gewählt. Danach brauche ich erstmal eine Dusche, weil ich wirklich durchgeschwitzt bin.
Auf Süßigkeiten bei Nacht verzichte ich ebenfalls, seit dem ersten zusätzlichen Kilo. Davor habe ich jede Nacht Schokolade (Nougat oder Schoko-Bonbons) genossen.
Auch ein Bierchen oder ein Glas Wein mit meinem Mann lasse ich komplett weg. Ich trinke grundsätzlich nur noch Tee und Wasser.
Mittag esse ich in der TK, na wie Krankenhausessen schmeckt brauche ich ja niemandem zu erzählen *würg* und dadurch immer nur eine Portion, oft nur eine halbe weil man die Kartoffeln z.B. nie essen kann.
Und alles bringt nichts, ich nehme zu und zu und zu *schluchz*

Mein Mann hat das auch schon bemerkt, er sagt er steht natürlich dennoch zu mir, hauptsache es geht mir besser, aber ich weiß er mag es nicht wenn Frauen (ich!) so dick sind (bin). Er macht schon so Witze wie "Schön, jetzt habe ich jeden Tag mehr von dir" das habe ich mal wieder nicht kapiert und fragte ob er frei hat oder gekündigt worden ist oder was - und er lacht nur, nimmt mich in den Arm und meint weil ich jeden Tag "mehr" werde... schön, dass er was zu Lachen hat, ich finde das gar nicht lustig *kopfschüttel*

In der Tagesklinik mache ich jetzt bei der Ernährungsberatung mit, das Ziel ist nicht unbedingt abzunehmen, aber sein Gewicht wenigstens stabil zu halten, indem man sich über seine Ess-Gewohnheiten bewusst wird und weiß auf was man bei den Lebensmitteln achten muß.
Dort habe ich auch gesagt, was ich schon alles mache und da meint sie ich solle froh sein, so habe ich wenigstens nur 1 Kilo zugenommen, ansonsten wäre das wahrscheinlich mehr gewesen.
Soll das ein Trost sein?

Auf neueste Empfehlung habe ich gestern meinen Mann geschickt um mir Entwässerungskapseln aus der Drogerie zu besorgen. Nun ist er zur Apotheke gefahren und ohne alles wieder gekommen... Die Apothekerin hat ihn beraten, bei solchen Medikamenten (sie meinte Kortison-Präparate oder Antidepressiva) würden die Entwässerungsprodukte auch das Medikament beeinflussen und das wäre natürlich nicht gut. Das Geld wäre zum Fenster rausgeschmissen, völlig sinnlos! Also hat er nichts gekauft. Aber ich frage nächste Woche mal die Ärztin, was sie dazu meint.

Dann bin ich jetzt echt sauer auf mein Männe, weil er mit der Apothekarin gesprochen hat, ich will doch nicht das alle wissen was ich habe *grummel* er meint er hätte gesagt es gehe um ihn und er hat ja nicht genau gesagt um welches Medikament und um welche Krankheit es sich handelt (deswegen sprach sie wohl Kortison und Antidepressiva an, als Mittel von denen man zunimmt). Aber ich weiß nicht ob das wirklich stimmt, wahrscheinlich will er mich nur beruhigen - denn ich gehe ja nur sehr selten einkaufen, in die Apotheke oderso und wenn dann mit ihm, eigentlich nie alleine... und jetzt will ich das erst recht nicht mehr *kopfschüttel*
Mir ist das schon so doof, dass jetzt eine Frau aus meinem Dorf in der TK ist und dann auch noch in meiner Gruppe und eine Frau die ihre Kinder in unserem KiGa hat ist auch dort - das ist mir alles unangenehm, wahrscheinlich erzählen diees alle weiter, vielleicht ja nur eine rPerson, aber die tratscht wieder weiter usf ich habe das Gefühl alle Welt weiß inzwischen wie verschroben ich bin, wie verrückt, wie dumm...

 

24.2.13 06:41, kommentieren

Wirken die Tabletten oder das Wissen?

Zuerst hatte ich gar keine Überschrift, es gab nichts bestimmtes, worüber ich schreiben wollte. Also fing ich mit dem ersten Gedanken an und fand so doch noch ein Thema:
 Mir geht schon wieder die halbe Nacht so vieles an Gedanken durch den Kopf - es dauert schon Stunden an, sie zu sortieren und ich denke jetzt ist es mir endlich gelungen.

Gestern noch dachte ich die Tabletten wirken so langsam, die Schwestern und die Therapeutin der Tagesklinik sprechen immer davon (wegen der Fortschritte die ich mache), doch heute bin ich davon nicht mehr überzeugt. Ich denke eher das was wirkt sind die Einsicht krank zu sein und Hilfe zu brauchen und das Wissen über meine Erkrankung.
Die Symptome haben sich eigentlich (noch) gar nicht verändert, aber mein Umgang mit ihnen. Ich schaffe es jetzt manchmal mich von gewissen Symptomen abzugrenzen, sie zu ignorieren oder auch sie einfach nebenher laufen zu lassen und zu wissen, dass es nicht real ist... das habe ich noch vor einigen Wochen nie geschafft. Dieser Fortschritt liegt jedoch einzig an meinem Wissen, dass es Krankheitssymptome sind. Das ist schwierig zu erklären, ich müsste mehr auf die Symptome eingehen und ich denke das möchte ich gerade nicht --- oder --- hm, viellleicht versuche ich es mal.

Ich fange mal woanders an.
Bei meiner Diagnosestellung wurde ich u.a. gefragt, ob ich Dinge/Stimmen/Geräusche höre, die nicht da sind und ich habe lachend gentwortet "natürlich nicht" denn das was ich höre, das höre ich weil es da ist logisch, nicht wahr. Über visuelle Halluzinationen hatte ich genauso gedacht und geantwortet "Was ich sehe ist da, sonst würde ich es ja wohl nicht sehen - nee, Halluzinationen habe ich nicht!" Ich fragte mich ernsthaft wie man erkennen kann, ob man Hallus *g* hat - was man sieht und hört hält man doch für real.
Beides gab es aber schon eine sehr lange Zeit - nur wurde es als solches nicht erkannt bzw nicht angenommen. Am Beispiel mit auditiven Halluzinationen (ich höre etwas was nicht da ist) sieht es so aus:
Zum Einen war allen bekannt, dass ich "die Flöhe husten" höre, weil ich so gute Ohren habe und mein Mann hat eine Hörschädigung, was dieser Erklärung noch mehr zugute kam. Es war üblich und "normal" dass ich Dinge höre, die den anderen verborgen bleiben.
Zum Anderen habe ich (wenn ich merkte das "etwas nicht stimmt" so lange nach einer Erklärung gesucht, bis eine passte. Hörte ich z.B. jmd sprechen und die Radios waren alle aus und ich alleine, dann fand ich die Erklärung dafür manchmal erst eine halbe Stunde später - da standen Nachbarn auf der Strasse und unterhielten sich oder es gingen Spaziergänger lachend vorbei. Sehr wahrscheinlich standen und gingen sie nicht seit einer halben Stunde dort entlang, aber ich sagte mir nur "Aha,das hab ich gehört; alles klar!" Jetzt im Nachhinein betrachtet gab es viele Erklärungen, die wirklich an den Haaren herbeigezogen waren - aber damit konnte ich besser leben/umgehen, als mit dem Geanken daran, dass ich "total spinne", "bekloppt"/verrückt werde...

Inzwischen habe ich mich viel informiert, habe aufklärende Gespräche hinter mich gebracht und musste erkennen (wo es mir oft deutlich vor Augen geführt worden ist) dass ich eine schizophrene Psychose habe. Jetzt akzeptiere ich es einfach, wenn ich etwas höre was nicht "rein passt" ins umliegende Geschehen. Aber das sind nicht die Tabletten, sondern das ist mein Wissen, ich suche nur anfangs nach der Ursache und dann sag ich sie mir (wenn ich nichts finde): Das ist "nur" die Krankheit!

23.2.13 07:24, kommentieren